Schätzwerte zu Informationszwecken. Kein Ersatz für individuelle Beratung.

Monatliche Hypothekenrate berechnen

Geben Sie Ihr Darlehen, Sollzins und Tilgungsrate ein — wir berechnen Monatsrate, Zins- und Tilgungsanteil sowie die Restschuld nach Zinsbindungsende.

Monatliche Rate (Zins + Tilgung)
Davon Zinsen
Davon Tilgung
Jahresrate gesamt
Restschuld Zinsbindungsende
Gezahlte Zinsen gesamt
Getilgter Betrag

Hinweis: Diese Berechnung verwendet den Sollzins. Der Effektivzins (gemäß § 16 PAngV) liegt leicht höher und muss vom Kreditgeber ausgewiesen werden. Für verbindliche Angebote: Vergleichen Sie mehrere Anbieter oder wenden Sie sich an einen unabhängigen Kreditvermittler.

So lesen Sie Ihren Tilgungsplan

Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Rate über die Zinsbindungsperiode konstant. Der Anteil des Zinses sinkt mit der Zeit, der Tilgungsanteil steigt entsprechend.

  • Sollzins: Der vertraglich vereinbarte Zinssatz für das Darlehen.
  • Tilgungsrate: Empfohlen: mind. 2 % p.a. — bei niedrigen Zinsen höher wählen, um die Restschuld am Zinsbindungsende zu minimieren.
  • Restschuld: Der nach Ablauf der Zinsbindung verbleibende Darlehensbetrag, für den eine Anschlussfinanzierung benötigt wird.

💡 Profi-Tipp: Die monatliche Rate allein sagt wenig über die tatsächlichen Gesamtkosten aus. Entscheidend für den Vergleich ist der Effektivzins — er enthält alle Gebühren und Nebenkosten und erlaubt einen fairen Vergleich verschiedener Angebote. Eine Anfangstilgung von mindestens 2% ist empfehlenswert; bei nur 1% Tilgung verlängert sich die Laufzeit erheblich.

Methodik: So wird Ihre Monatsrate berechnet

Der Rechner verwendet die Formel für ein Annuitätendarlehen, den in Deutschland üblichen Standard für Baufinanzierungen. Die monatliche Rate ergibt sich aus dem Darlehensbetrag multipliziert mit der Summe aus monatlichem Sollzinsanteil und monatlichem Tilgungsanteil: Monatsrate = Darlehensbetrag × (Sollzins/12 + anfängliche Tilgungsrate/12). Diese Rate bleibt über die gesamte Zinsbindungsperiode konstant. Was sich von Monat zu Monat verändert, ist die Zusammensetzung der Rate: Anfangs macht der Zinsanteil den größeren Teil aus, weil die Restschuld noch hoch ist. Mit jeder Tilgung sinkt die Restschuld, wodurch der Zinsanteil kleiner und der Tilgungsanteil entsprechend größer wird — bei gleichbleibender Gesamtrate. Der Tilgungsplan oben rechnet dies monatlich für die gesamte gewählte Zinsbindung durch und summiert die Ergebnisse pro Jahr.

Begriffe kurz erklärt

Beispielrechnung: Wie die Tilgungsrate die Restschuld beeinflusst

Bei einem Darlehen von 350.000 € mit 3,8 % Sollzins und 10 Jahren Zinsbindung zeigt sich, wie stark die gewählte anfängliche Tilgungsrate die Restschuld am Ende der Zinsbindung und die insgesamt gezahlten Zinsen verändert (berechnet mit der Formel oben):

Anfängliche TilgungMonatsrateRestschuld nach 10 JahrenGezahlte Zinsen (10 Jahre)
1,0 % p.a.1.400,00 €307.502 €125.502 €
2,0 % p.a.1.691,67 €265.004 €118.004 €
3,0 % p.a.1.983,33 €222.506 €110.506 €

Eigene Berechnung mit der oben beschriebenen Annuitätenformel, identisch mit der Rechenlogik dieses Rechners. Werte sind illustrativ und kein konkretes Bankangebot.

Grenzen dieser Berechnung

Der Rechner geht von einem gleichbleibenden Sollzins über die gesamte Zinsbindung aus und berücksichtigt keine Sondertilgungen, Ratenpausen oder Zinsänderungen während der Laufzeit. Die tatsächliche Rate, die eine Bank anbietet, hängt zusätzlich von Ihrer individuellen Bonität, dem Beleihungsauslauf und der Objektlage ab. Nutzen Sie das Ergebnis als Ausgangspunkt für den Vergleich mehrerer Angebote, nicht als verbindliches Finanzierungsangebot.

Häufige Fragen zur Monatsrate

Warum bleibt die Monatsrate bei einem Annuitätendarlehen konstant?

Weil Zins- und Tilgungsanteil so berechnet werden, dass ihre Summe über die gesamte Zinsbindung gleich bleibt — nur das Verhältnis der beiden Anteile zueinander verschiebt sich mit sinkender Restschuld.

Was passiert, wenn ich die Tilgungsrate erhöhe?

Eine höhere anfängliche Tilgungsrate erhöht die Monatsrate, senkt aber die Restschuld am Ende der Zinsbindung deutlich schneller und reduziert die insgesamt gezahlten Zinsen — siehe Beispielrechnung oben.

Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?

Der Sollzins ist der reine Kreditzins. Der Effektivzins enthält zusätzlich alle Nebenkosten und ist damit die realistischere Vergleichsgröße zwischen mehreren Angeboten — mehr dazu im Ratgeber Sollzins vs. Effektivzins.

Was passiert am Ende der Zinsbindung?

Sie benötigen eine Anschlussfinanzierung für die verbliebene Restschuld — entweder als Prolongation bei der bisherigen Bank oder als Umschuldung zu einem neuen Anbieter. Nutzen Sie dafür unseren Refinanzierungsrechner.

Weiterführende Rechner & Ratgeber